Der Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz (LFV RLP) blickt auf eine erfolgreiche Teilnahme an der Interschutz 2026 in Hannover zurück. Die weltweit größte Fachmesse für Feuerwehr, Rettungswesen, Bevölkerungsschutz und Sicherheit bot erneut eine wichtige Plattform für den Austausch zwischen Einsatzkräften, Verbänden, Politik und Industrie.

Am Gemeinschaftsstand des Deutschen Feuerwehrverbandes informierte auch der Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz über aktuelle Entwicklungen im Feuerwehrwesen. Besucherinnen und Besucher erhielten Einblicke in moderne Ausbildungs- und Einsatzkonzepte sowie innovative Ansätze für die Vorbereitung auf Einsatzlagen. Besonders großes Interesse fanden moderne Simulationssysteme, die eine realitätsnahe Ausbildung ermöglichen.

Ebenfalls stark nachgefragt war das Infomobil Bevölkerungsschutz der Kampagne „Bleib bereit“. Dort wurden Themen wie Selbsthilfe, Krisenvorsorge und Bevölkerungsschutz anschaulich vermittelt und für die Messegäste erlebbar gemacht.

LFV-Präsident Frank Hachemer betonte die Bedeutung der Messe als Treffpunkt für Feuerwehrangehörige aus ganz Deutschland und darüber hinaus. Der direkte Austausch liefere wertvolle Impulse und zeige zugleich, wie sich das Feuerwehrwesen weiterentwickelt, ohne seine ehrenamtlichen Wurzeln aus den Augen zu verlieren.

Auch auf Bundesebene war Rheinland-Pfalz prominent vertreten. Der Landespressesprecher des LFV Rheinland-Pfalz, Benedikt Wolter, wird sich künftig als Leiter des neu gegründeten Fachbereichs Kommunikation des Deutschen Feuerwehrverbandes in die bundesweite Verbandsarbeit einbringen. Damit fließen künftig auch Erfahrungen und Perspektiven aus Rheinland-Pfalz verstärkt in die Themen Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation und Mitgliedergewinnung ein.

Ein besonderer Meilenstein der Messe war zudem der offizielle Start eines neuen Notdachprojekts in Zusammenarbeit mit der Provinzial Versicherung. Künftig sollen 24 spezielle Notdächer in den Landkreisen und kreisfreien Städten des nördlichen Rheinland-Pfalz vorgehalten werden. Diese ermöglichen es, beschädigte Dächer nach Bränden oder Unwettern schnell zu sichern und so Folgeschäden durch Wind und Regen zu minimieren. Der Projektstart erfolgte im Beisein von LFV-Vizepräsident Peter Gerhards sowie Provinzial-Vorständin Sabine Krummenerl.

Die Provinzial übergab im Rahmen der Interschutz in Hannover 24 Notdächer an den Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz. (Quelle: Mareike Dahms, Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein)

Peter Gerhards bezeichnete das Projekt als praktischen Beitrag zum modernen Bevölkerungsschutz. Es schaffe einen direkten Nutzen für betroffene Bürgerinnen und Bürger und erweitere zugleich die Unterstützungsmöglichkeiten der Feuerwehren nach Schadensereignissen.

Nach Einschätzung des Landesfeuerwehrverbandes hat die Interschutz 2026 eindrucksvoll gezeigt, dass den wachsenden Herausforderungen im Feuerwehr- und Katastrophenschutzbereich mit innovativen Lösungen, starken Partnerschaften und großem ehrenamtlichem Engagement begegnet werden kann.

(PM LFV RLP, red [LW])