Um den steigenden Anforderungen im Brand- und Katastrophenschutz gerecht zu werden, investiert die Verbandsgemeinde in eine neue ortsfeste Feuerwehreinsatzzentrale am Standort der Stützpunktwehr Selters. Hintergrund sind unter anderem zunehmende Flächenschadensereignisse wie Unwetterlagen oder großflächige Stromausfälle sowie die Einführung der digitalen Alarmierung.
Die sogenannte FEZ übernimmt im Einsatzfall eine zentrale Funktion. Sie dient als direkte Schnittstelle zur Rettungsleitstelle, koordiniert die anrückenden Kräfte und unterstützt die Einsatzleitung bei der Lageführung. Darüber hinaus sorgt sie für eine umfassende Dokumentation des Einsatzgeschehens, veranlasst bei Bedarf weitere Alarmierungen und hält alle beteiligten Stellen auf dem aktuellen Stand.

Technisch entspricht die neue Einsatzzentrale modernen Standards. Zwei vollständig ausgestattete IT-Arbeitsplätze sind notstromversorgt und sowohl über kabelgebundenes Internet als auch über eine Satellitenverbindung angebunden. Dadurch bleibt die Einsatzfähigkeit auch bei Ausfällen der Infrastruktur gewährleistet. Ein zentrales Kommunikationssystem bündelt den Digital- und Analogfunk und stellt diesen parallel an den Arbeitsplätzen zur Verfügung. Ergänzend kommen Softwarelösungen für Lageführung und Dokumentation zum Einsatz.
Ein großer Teil der Umsetzung wurde durch die Feuerwehrangehörigen selbst realisiert. Für die Investition im fünfstelligen Bereich wurde zusätzlich eine Förderung des Landes beantragt. Das derzeit 16-köpfige Team sieht sich mit der neuen Infrastruktur gut aufgestellt, um zukünftige Einsätze effizient und sicher bewältigen zu können.
Die offizielle Indienststellung der neuen Einsatzzentrale ist für Sonntag, den 14. Juni, um 11 Uhr geplant und findet im Rahmen eines Tags der offenen Tür statt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich vor Ort ein Bild von der Arbeit der Feuerwehr zu machen und sich über Möglichkeiten des eigenen Engagements zu informieren.
(PM VG Selters, red)