Bereits um 09:00 Uhr, am 30. Mai 2026, hieß es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer: „Antreten zur Abnahme der Leistungsspange“. Nach der Begrüßung durch Kreisjugendfeuerwehrwart Gerrit Lindlein, dem Verbandsgemeinde-Jugendfeuerwehrwart der VG Betzdorf-Gebhardshain Jannik Bröhl sowie dem Fachbereichsleiter Wettbewerbe Marcel Buchen begann für die Jugendlichen der Prüfungsablauf.

Die Leistungsspange gilt als höchste Auszeichnung der Deutschen Jugendfeuerwehr und stellt hohe Anforderungen an die Bewerberinnen und Bewerber. Dabei geht es nicht allein um die erfolgreiche Bewältigung der einzelnen Aufgaben. Vielmehr stehen Teamfähigkeit, Disziplin, Verantwortungsbewusstsein und Engagement im Mittelpunkt. Da die gesamte Gruppe als Einheit bewertet wird, können individuelle Stärken gezielt eingebracht und Schwächen innerhalb des Teams ausgeglichen werden.

Zu den Prüfungsbestandteilen gehören ein Staffellauf über 1.500 Meter sowie das Kugelstoßen, bei dem eine Gesamtweite von mindestens 55 Metern erreicht werden muss. Die sogenannte Schnelligkeitsübung verbindet sportliche Fähigkeiten mit feuerwehrtechnischem Können: Acht Schläuche müssen dabei auf Zeit und ohne Verdrehungen miteinander gekuppelt werden. Darüber hinaus gehören ein korrekt aufgebauter Löschangriff sowie die Beantwortung von Fragen aus den Bereichen Allgemeinwissen und Feuerwehrtechnik zur Prüfung. Zusätzlich bewerteten die Wertungsrichter den Gesamteindruck sowie die Zusammenarbeit innerhalb der Gruppen.

Unter den Augen des Wehrleiters der VG Betzdorf-Gebhardshain Markus Beichler, des Beigeordneten der VG Betzdorf-Gebhardshain Christian Greb, des Brand- und Katastrophenschutzinspekteurs des Landkreises Altenkirchen Björn Jestrimsky sowie zahlreicher Gäste, Angehöriger und Interessierter meisterten die Jugendlichen alle Aufgaben erfolgreich. Ehe im Anschluss die Leistungsspangen und die dazugehörigen Urkunden überreicht werden konnten.

Die Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr kann ausschließlich zwischen dem 15. und 18. Lebensjahr erworben werden, wobei der Geburtsjahrgang maßgebend ist.
Aus diesem Grund ergriff Björn Jestrimsky nochmals das Wort. Zwei Teilnehmer der Jugendfeuerwehren der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain hatten die Leistungsspange bereits in den vergangenen Jahren erworben, während zwei weitere Teilnehmerinnen das erforderliche Mindestalter noch nicht erreicht hatten. Dennoch stellten sie sich in den Dienst der Gemeinschaft und unterstützten ihre Kameradinnen und Kameraden bei der erfolgreichen Absolvierung der Prüfung, obwohl sie selbst keine Leistungsspange erhalten konnten.

Für dieses besondere Engagement wurde stellvertretend für alle genannten Jugendlichen eine Kameradin mit dem Bronzenen Ehrenzeichen der Jugendfeuerwehr Rheinland-Pfalz für besondere Verdienste ausgezeichnet und geehrt.

Zum Abschluss bedankte sich Kreisjugendfeuerwehrwart Gerrit Lindlein bei allen Gästen und Zuschauern, den Jugendfeuerwehren der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain unter der Leitung von Jannik Bröhl für die Organisation und Bewirtung der Veranstaltung, dem Wertungsrichterteam um Marcel Buchen für die Durchführung der Abnahme sowie insbesondere bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern und deren Ausbildern für die investierte Zeit, die intensive Vorbereitung und ihr großes Engagement.

Fotos: Peter-Luis Trippler (Kreisjugendfeuerwehr Altenkirchen)

(PM KJF AK, red [LW])