Den Landesübungstag in Rheinland-Pfalz nutzte die Feuerwehr der VG Asbach am Samstag gezielt, um die Führung und Organisation einer größeren Flächenlage zu trainieren. Im Fokus stand dabei nicht die praktische Bearbeitung einzelner Einsatzstellen, sondern die Koordination zahlreicher gleichzeitig auftretender Schadensereignisse.
Für das Übungsszenario wurden rund 50 Einsatzstellen angenommen, deren Meldungen im Verlauf der Übung nach und nach bei der Führungsstaffel eingingen. Zunächst richtete diese einen entsprechenden Lageraum ein, um jederzeit einen aktuellen Überblick über die Gesamtlage, die einzelnen Einsatzstellen sowie die verfügbaren Kräfte und Fahrzeuge zu behalten.
Die eingehenden Einsatzmeldungen wurden durch die Führungsstaffel aufgenommen, bewertet und entsprechend ihrer Dringlichkeit priorisiert. Anschließend mussten die fiktiv zur Verfügung stehenden Einsatzkräfte und Fahrzeuge möglichst sinnvoll auf die verschiedenen Einsatzstellen verteilt werden. Gleichzeitig galt es, neue Meldungen einzubeziehen, Prioritäten gegebenenfalls anzupassen und den Überblick über die gesamte Einsatzlage zu bewahren.

Führungsstaffel übernimmt zentrale Aufgaben
Bei größeren Einsatzlagen unterstützt die Führungsstaffel die Einsatzleitung sowohl organisatorisch als auch taktisch. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem das Sammeln und Bewerten von Informationen, die Führung der Lageübersicht, die Dokumentation des Einsatzverlaufs sowie die Koordination von Einsatzmitteln.
Darüber hinaus stellt die Führungsstaffel den Informationsfluss zwischen Einsatzleitung, eingesetzten Einheiten und weiteren beteiligten Stellen sicher. Gerade bei Flächenlagen mit zahlreichen parallelen Einsatzstellen kommt einer strukturierten Führungsorganisation eine wichtige Bedeutung zu, damit die vorhandenen Kräfte gezielt und entsprechend der jeweiligen Prioritäten eingesetzt werden können.
Übung ausschließlich auf Führungsebene
Die Übung wurde ausschließlich auf Führungsebene durchgeführt. Einsatzkräfte und Fahrzeuge fuhren daher nicht tatsächlich zu den angenommenen Einsatzstellen. Stattdessen wurden die verfügbaren Einsatzmittel innerhalb des Übungsszenarios fiktiv eingesetzt und disponiert.
So konnte sich die Führungsstaffel vollständig auf die internen Führungsabläufe, die Entscheidungsfindung und die Organisation einer sich dynamisch entwickelnden Einsatzlage konzentrieren.
Der Landesübungstag bot damit die Möglichkeit, bestehende Abläufe zu überprüfen, die Zusammenarbeit innerhalb der Führungsstaffel weiter zu festigen und wichtige Erfahrungen für mögliche reale Flächenlagen zu sammeln.
(PM FW VG Asbach, red [LW])