Am Dienstagnachmittag, 07.04.2026, gegen 15.30 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem brennenden Sattelzug auf der Autobahn 3 in Fahrtrichtung Frankfurt bei Epgert alarmiert. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand das Fahrzeug bereits in Vollbrand. Zusätzlich hatte sich das Feuer auf rund 100 Quadratmeter angrenzende Böschung ausgebreitet.
Der Fahrer konnte den Lkw rechtzeitig verlassen und blieb unverletzt.
Die Feuerwehr leitete umgehend umfangreiche Löschmaßnahmen ein. Besondere Aufmerksamkeit galt der mit LNG ausgestatteten Zugmaschine. Der entsprechende Tank wurde von Beginn an intensiv gekühlt und regelmäßig kontrolliert, um eine Gefährdung auszuschließen. Parallel dazu wurden Messungen durchgeführt.
Die Brandbekämpfung gestaltete sich aufwendig, da der mit Stückgut beladene Auflieger teilweise entladen werden musste. Hierbei unterstützte ein Abschleppunternehmen mit Radlader. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung wurde ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet. Kurz vor Abschluss der Löscharbeiten wurde zudem eine undichte Stelle an einem LNG-Tank festgestellt, die durch die Feuerwehr gesichert wurde.
Während der Einsatzmaßnahmen musste die A3 in Fahrtrichtung Frankfurt über mehrere Stunden voll gesperrt werden. Es bildete sich ein erheblicher Rückstau, der sich bis in den Bereich Neustadt erstreckte, wo der Verkehr abgeleitet wurde.



Im Rückstau kam es gegen 21.45 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall bei Windhagen. Ein Pkw fuhr dabei auf einen Lkw auf. Zunächst war unklar, ob eine Person eingeklemmt war, was einen weiteren Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst auslöste. Vor Ort stellte sich heraus, dass der Fahrer sein Fahrzeug bereits selbstständig verlassen hatte. Er wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht, der Lkw-Fahrer erlitt leichte Verletzungen. Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle ab.
Im Einsatz waren die Feuerwehr Neustadt, die Einheit Etscheid mit Mehrzweckfahrzeug sowie die Einheit Pleckhausen mit einem Tanklöschfahrzeug. Das DRK Horhausen stellte den Eigenschutz der Einsatzkräfte sicher. Gegen 01.00 Uhr konnte der Einsatz für die Feuerwehr beendet werden.
Der ausgebrannte Sattelauflieger verblieb zunächst an der Brandstelle bei Kilometer 54 in Fahrtrichtung Frankfurt. Aufgrund der besonderen Gefahrenlage durch die LNG-Technik waren weiterhin Sicherungsmaßnahmen und Gasüberwachung erforderlich.
Nach erneuten Gasmessungen sowie einer Gefahrenbewertung durch Feuerwehr, Autobahnmeisterei und Autobahnpolizei Montabaur wurde die Fahrbahn schrittweise wieder freigegeben.
Update, 10.04.2026, 16.00 Uhr: Auf Nachfrage unserer Redaktion bei der Autobahnpolizei Montabaur wurde mitgeteilt, dass der Sattelauflieger mittlerweile vollständig von der Einsatzstelle entfernt und abgeschleppt wurde.
(PM POL, FW VG Asbach, red [LW])